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Ein Golden Retriever liegt mit dem Kopf auf Fliesenboden; gelbes Textfeld mit dem Wort Sodbrennen.
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Was ist Sodbrennen beim Hund überhaupt?
Der Magen eines Hundes produziert Magensäure, die unter anderem für die Verdauung und Aufbereitung der Nahrung wichtig ist. Normalerweise bleibt der Mageninhalt dort, wo er hingehört. Gelangen jedoch Mageninhalt und Magensäure zurück in Richtung Speiseröhre, spricht man von einem Reflux. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist nicht für den dauerhaften Kontakt mit saurem Mageninhalt ausgelegt und kann dadurch gereizt werden. Beim Menschen wird das damit verbundene brennende Gefühl häufig als Sodbrennen bezeichnet. Bei unseren Hunden ist die Sache schwieriger: Sie können uns dieses Gefühl natürlich nicht beschreiben. Deshalb können wir lediglich bestimmte Verhaltensweisen und körperliche Anzeichen beobachten. Wichtig: Ein Hund, der schmatzt oder Gras frisst, hat deshalb nicht automatisch Sodbrennen.
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Welche Anzeichen können auf Sodbrennen hindeuten?
Die Symptome können von Hund zu Hund unterschiedlich sein und sind leider nicht eindeutig. Häufig fallen Hundebesitzern beispielsweise folgende Dinge auf: * häufiges Schmatzen oder Lecken * wiederholtes Schlucken oder Leerschlucken * vermehrter Speichelfluss * Aufstoßen * Würgen * Grasfressen * Unruhe, insbesondere nachts oder am frühen Morgen * Erbrechen oder Hochwürgen von Mageninhalt * verändertes Fressverhalten * Unwohlsein nach dem Fressen Entscheidend ist deshalb nicht nur was dein Hund macht, sondern auch wann und wie häufig es passiert. Wuffio-Tipp: Führe einige Tage lang ein kleines Tagebuch. Schreibe auf, wann dein Vierbeiner frisst, welche Snacks und Kauartikel er bekommt und wann die Beschwerden auftreten. So kann beispielsweise auffallen, dass deine Fellrakete immer morgens nüchtern schmatzt oder die Beschwerden regelmäßig nach bestimmten Mahlzeiten auftreten. Solche Informationen können später auch für deinen Tierarzt sehr hilfreich sein.
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Was kann Sodbrennen beim Hund verursachen?
Hier wird es spannend, denn es gibt nicht die eine Ursache für entsprechende Beschwerden. Eine Rolle können beispielsweise die Zusammensetzung der Nahrung, sehr große Mahlzeiten, individuelle Unverträglichkeiten oder sehr fettreiche Mahlzeiten spielen. Auch bestimmte Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder der Speiseröhre sowie einige Medikamente können Beschwerden begünstigen. Genau deshalb halte ich wenig davon, ausschließlich das vermeintliche Sodbrennen zu behandeln, ohne sich Gedanken darüber zu machen, warum es überhaupt immer wieder auftritt. Wenn dein Vierbeiner regelmäßig Beschwerden zeigt, sollte die Ursache gesucht und bei anhaltenden oder stärkeren Problemen tierärztlich abgeklärt werden.
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Was hilft bei Sodbrennen und was eher nicht!?
Gerade im Internet findet man unzählige Hausmittel. Manche Maßnahmen können sinnvoll sein, andere werden meiner Meinung nach viel zu pauschal empfohlen. Mehrere kleinere Mahlzeiten: Kann bei manchen Hunden sinnvoll sein, insbesondere wenn große Portionen Probleme bereiten. Die Gesamtfuttermenge sollte dabei gleich bleiben. Futtertagebuch: Sehr sinnvoll. Gerade wiederkehrende Muster werden dadurch oftmals erst sichtbar. Kleine späte Mahlzeit: Wenn Beschwerden regelmäßig nach längeren Futterpausen beziehungsweise morgens nüchtern auftreten, kann die Verteilung der Mahlzeiten einen Unterschied machen. Das sollte aber individuell betrachtet werden. Schonkost: Kann in bestimmten Situationen kurzfristig sinnvoll sein, ist aber keine dauerhafte Lösung für immer wiederkehrende Beschwerden und nicht automatisch eine vollständig ausgewogene Ernährung. Ulmenrinde: Wird häufig zur Unterstützung des Magen-Darm-Traktes eingesetzt. Sie sollte trotzdem nicht als pauschale Lösung für jedes vermeintliche Sodbrennen betrachtet werden – insbesondere dann nicht, wenn die Ursache ungeklärt ist oder Medikamente gegeben werden. Heilerde: Wird ebenfalls häufig empfohlen. Auch hier gilt: nicht einfach dauerhaft auf Verdacht einsetzen. Heilerde kann unter anderem andere Stoffe binden und dadurch beispielsweise die Aufnahme gleichzeitig verabreichter Medikamente beeinflussen. Säureblocker: Medikamente zur Reduzierung der Magensäure sollten nicht einfach auf eigene Faust dauerhaft gegeben werden. Ob und welches Medikament sinnvoll ist, gehört in tierärztliche Hände. Eine Sache ist mir besonders wichtig: Nur weil etwas als „natürliches Hausmittel“ bezeichnet wird, bedeutet das nicht automatisch, dass es harmlos oder für jeden Hund sinnvoll ist. Das Ziel sollte nicht sein, möglichst schnell irgendein Mittel gegen ein Symptom zu geben. Viel wichtiger ist herauszufinden, warum dein Liebling diese Beschwerden überhaupt zeigt.
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Wann solltest du zum Tierarzt?
Einmaliges Schmatzen oder Grasfressen ist natürlich noch kein Grund zur Panik. Treten die Beschwerden allerdings regelmäßig auf, werden stärker oder verschwinden nicht, solltest du sie tierärztlich abklären lassen. Besonders aufmerksam solltest du unter anderem bei wiederholtem oder starkem Erbrechen, Blut im Erbrochenen oder Kot, deutlicher Futterverweigerung, Schluckbeschwerden, starken Schmerzen, auffälliger Schwäche oder Gewichtsverlust werden. Bei starken akuten Beschwerden solltest du nicht erst mit verschiedenen Hausmitteln experimentieren. Denn hinter vermeintlichem „Sodbrennen“ können auch andere Erkrankungen stecken.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Sodbrennen beziehungsweise Reflux kann sich beim Hund unter anderem durch Schmatzen, häufiges Schlucken, Aufstoßen, Unruhe oder Erbrechen bemerkbar machen. Diese Symptome sind allerdings nicht eindeutig. Beobachte deshalb, wann die Beschwerden auftreten und führe bei wiederkehrenden Problemen ein kleines Futter- und Symptomtagebuch. Auch die Ernährung und das Fütterungsmanagement können eine Rolle spielen. Große oder sehr fettreiche Mahlzeiten können beispielsweise bei manchen Hunden ungünstig sein. Hausmittel sollten nicht einfach dauerhaft auf Verdacht gegeben werden. Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder stärker sind, gehört die Ursache tierärztlich abgeklärt. Und vor allem: Nicht nur das Symptom betrachten, sondern nach der möglichen Ursache suchen.
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Passt die aktuelle Ernährung wirklich zu deinem Hund?
Gerade bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden lohnt es sich, auch einen genaueren Blick auf die tägliche Ernährung zu werfen. Ich habe bereits die Ernährung von über 2.000 Hunden ausgewertet und biete dir deshalb eine kostenlose Futteranalyse an. Dabei kannst du mir einige Angaben zu deinem Vierbeiner und seinem aktuellen Futter schicken und ich schaue mir die Ernährung genauer an.
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